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Scheinschatten

Donnerstag, November 16, 2006

Warum sagen wir ständig "ähm", "öhm" oder "hm" wenn wir beim sprechen stocken?

Nicht alle sagen "ähm", "öhm" oder "hm", während sie beim sprechen beginnen zu stocken. Dies ist abhängig von der gesprochenen Sprache.
Beispielsweise sagen Chinesen häufig "zhege", was man sinngemäss als "das" übersetzen kann. Im Deutschen sagen wir am meisten "ähm", "öhm" oder "hm" aus einem Grund, über den sich Sprachforscher noch nicht einig sind. "Ähm", "öhm" oder "hm" sind die Laute, die die Sprachwissen- schaftler natürliche
Selbstlaute bzw. Vokale nennen, die sich am einfachsten zwischen anderen Wörtern aussprechen lassen.

Häufig werden sie ausgesprochen, ohne dass man grossartig darüber nachdenkt. "Ähm", "öhm" oder "hm" funktionieren dann als sogenannte Lückenfüller, die helfen einen oder mehrere Sätze ohne Unterbrechung zu Ende bringen.

Dies fällt bei einem Dialog oder einem Gespräch an dem mehrere Personen beteiligt sind nicht auf, da häufig jemand anderes das Wort ergreift wenn jemand die Lückenfüller nutzt. Ein Dialog ist mit einem Tennisspiel zu vergleichen. In diesen Gespraechen befinden sich kleine Pausen, so dass der Gesprächspartner den naechsten Satzbeginnen kann. Manchmal kommt es jedoch vor, dass der Gesprächsführende das Gespräch gar nicht abgeben will, sondern nur etwas Bedenkzeit braucht, um seine Ausführungen fortzuführen. Dann kommt der Lueckenfueller zum Einsatz, um genau das zu signalisieren.
Wenn der Zuhörer solch einen Laut hoert, bleibt er meist in der zuhörenden Position, anstatt das Gespräch an sich zu reißen. "Ähm", "öhm" oder "hm" sind sogenannte akustische Bedeutungselemente. In der Sprachwissenschaft sind diese kürzesten Laute ohne Bedeutung, die ein Mensch von sich gibt.
Die kürzesten Laute mit Bedeutung werden Morpheme genannt.

Quelle: www.theregister.co.uk