Croupier (1998) Filmkritik – In jedem von uns steckt eine Spielernatur

Gepostet Von am Nov 5, 2013 in Filme, Filme - TV, Kunst & Entertainment


Auch während das Pokerface aufgesetzt ist, was eine absolute Notwendigkeit für die Hauptrolle in Mike Hodges Film „Croupier“ ist, vermittelt Clive Owen eine scharfsinnige, zynische Intelligenz, die jedes Mal von der Kinoleinwand abperlt, sobald er seine funkelnden, blauen Augen öffnet. Die von Clive Owen gespielte Rolle des Jack Manfred verbringt einen Großteil des Films damit, in einem Londoner Kasino Karten auszuteilen und Chips zu sortieren währen es ihm eine große Freude macht Spieler mit großen Brieftaschen dabei zu beobachten, wie Sie nach und nach Ihr Geld aus dem Fenster werfen. Jedoch hinterlässt der allgegenwärtige Druck und die Pflicht stets eine aufgesetzte Maske zu tragen bei Jack Spuren und am Ende eines jeden Kasinoabends fühlt er sich oft wie ein Wrack.

Croupier_DVD_coverMit mehr als einem einfach gestrickten Casino-Thriller mit einem überraschenden Ende ist „Croupier“, erzählt von Jack (und manchmal auch von seinem Alter Ego Jake) eine erfrischende Meditation des Lebens als ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten. Einer der über den fast gesamten Film andauernden Witz ist, dass Jack seinem Sebstbild, was ihn strikt von Emotionen in Bezug auf das Glückspiel trennt, nicht immer ganz gerecht wird. Als jemand der die Finger vom Glückspiel lässt, ist er von den Gewinnen und Verlusten, die er durch seinen Job als Croupier tagtäglich beobachtet immer wieder fasziniert und angetan. Gegen Ende des Films macht der die Berechnung von Wahrscheinlichkeiten für viele Lebenssituationen zu einem Hobby.

Jack, geboren in Südafrika, sieht sich selbst als ein aufstrebender Romanautor und lebt jetzt gemeinsam mit seiner Verlobten Marion Neil (Gina McKee) in London. Verliebt in einen zukünftigen Schriftsteller ist Marion nicht besonders begeistert, wenn Jacks neuer Job als Croupier ihn von seiner Arbeit als Autor sowie von ihr fern hält.

Doch wie der Film zu vermitteln scheint, ist das Schreiben von Geschichten nur eine andere Form des Glücksspiels. Eines das davon abhängig ist, ob man das richtige Thema und noch viel wichtiger den richtigen Titel für das Buch wählt.

Es war bereits in Südafrika, wo Jack mehr oder weniger in einem Palast des Glücksspiels hineingeboren wurde und aufgewachsen ist. Dort lernte er von seinem Vater, einem erfolgreichen Kasinobetreiber, das Karten teilen und wie man das Roulette-Rad in Perfektion zum schwingen bringt. (www.roulette-online-spielen.org) Trotzdem Jack das Glückspiel und deren Opfer verabscheut, benötigt er das Geld, um seine Schreiberei zu finanzieren. Als Jacks Vater ihm eine Arbeit als Croupier besorgt, nutzt er die Gelegenheit und nimmt den Job an.

Bei seinem Bewerbungsgespräch wird Jack über die strengen Hausregeln informiert, die es ihm verbieten, sich privat mit Kollegen zu treffen oder soziale Kontakte zu Spielern aufzubauen. Durch den Kontakt zu einem Kollegen namens Matt (Paul Reynolds) und dessen schlechten Einfluss werden diese Regeln schnell missachtet und so verfällt Jack den Reizen von Bella (Kate Hardie), einer Kellnerin im Kasino. Diese verführt ihn bei den unmoralischen Spielchen von Jani de Villers (Alex Kingston) mitzumachen. So nimmt der Film (jetzt bei Amazon bestellen) eine dramatische Wendung und Jack begibt sich auf extrem dünnes Eis während er seinen Job als Croupier im Kasino riskiert.