Die Geschichte von kostenlosen Musik Downloads über Filesharing

Gepostet Von am Jun 13, 2007 in Filesharing, Geschichte, Internet, Musik


Die 90er Jahre waren die Blütezeit der kostenlosen Musik Downloads. Sie gelten als die wilden Tage, ohne Gesetze, Regulierungen oder irgendwelche Einschränkungen; und Musik Fans haben es geliebt. Mit P2P (Peer to Peer) Musiktauschprogrammen, war es nicht länger nötig, ein ganzes Album zu kaufen, wenn man nur einen guten Titel davon haben wollte. 1999 gilt als das Spitzenjahr für kostenlose Musik Downloads.Viele luden Musik herunter, als wenn es nichts besseres gäbe und sie nie wieder für Musik bezahlen würden. Zu dieser Zeit hat noch keiner geahnt, welche Folgen dieses Verhalten auf Dauer nach sich ziehen würde. Im Jahr 2000 entwickelte sich die erste Gegeninitiative, seit dem das Tauschen von Musik möglich ist.Die erfolgreiche Rockband Metallica fand heraus, dass eine Demoversion ihrer Single „I Disappear“ sich über das Internet verbreitete, bevor es überhaupt veröffentlicht wurde. Metallica war erschüttert als Radiosender den Song spielten, weil diese dachten, dass er bereits releast worden ist. Metallica reichte klage ein, genauso wie es Dr. Der kurze Zeit später getan hat.Künstler und Plattenfirmen beschwerten sich darüber, dass die Umsätze in der Musikbranche zurückgehen würden. Der Inhalt ihrer Beschwerde bestand darin, dass Musik Downloads über Filesharing nicht nur die Plattenverkäufe mindern sondern auch Urheberechte verletzen. Verfechter der kostenlosen Musik Downloads wollten diese Art des Downloadens rechtfertigen und begründeten es zum Teil damit, dass Künstler und Plattenfirmen keine gute Musik mehr produzieren, die es wert sei dafür zu bezahlen.Nach vielen Auseinandersetzungen, musste die Regierung eine Lösung für dieses Problem finden. Sie versuchte zunächst, einige Tauschbörsen zu schließen und erklärte im gleichen Zug das Herunterladen von urheberrechtlich geschütztem Material über Filesharing Systeme für illegal. Bestraft werden sollte der Verstoß gegen diese Gesetze mit Geldstrafen oder sogar Haft. Dies war ein schwerer Schlag für die Verfechter der kostenlosen Musik Downloads. Aber an Stelle sich geschlagen zu geben, haben viele Underground Filesharing Seiten sich dazu entschlossen, sich gegen diese Entscheidung zu wehren, weil sie dachten, dass die Regierung sie nicht alle auf einmal fassen konnte und sie im Internet schwer identifizierbar sein. Genau wie bei David und Goliath, beide Seiten früher oder später bemerken, dass keiner von Beiden gewinnen kann.Als sich herausstellte, dass es in diesem Kampf keinen Gewinner geben wird, hat sich der Markt in eine andere Richtung bewegt. Es kamen Angebote mit besserer Qualität der MP3s und schnelle Downloadraten. Als die Anmeldungen bei Bezahl-Musik-Seiten anstieg, schien es so als wenn kostenlose Musik Download Seiten langsam Geschichte wären. Dazu kam, dass die meisten Filesharing Netzwerke mittlerweile mit Viren, Ad- und Spyware sowie Pornos verseucht sind.Heute gibt es unzählige Seiten von denen man Musik herunterladen kann, aber leider muss der Nutzer dieser Seiten, in den meisten Fällen, die Lieder, die er runterläd bezahlen oder es gibt die Möglichkeit monatliche Abonnements abzuschließen, um dann soviel herunterzuladen, wie man möchte.Die Szene der kostenlosen Musik Downloads würde ganz schön trostlos aussehen, wenn nicht noch ein paar Seiten gäbe, die selbst legal sind und die alte Tradition von kostenlosen MP3 Downloads weiterführen würden.