Norwegische Filme und Serien mit besonderer Stimmung

Gepostet Von am Jan 12, 2015 in Allgemein, Filme - TV


Norwegische Filme und Serien mit besonderer Stimmung

Norwegen ist weltweit bekannt für seine Bücher, an denen sich Hollywood immer wieder für Verfilmungen aller Art bedient. Aber auch die Filme und Serien können sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Aber was ist es, was norwegische Filme und Serien so besonders macht?

Norwegische Filme und Serien

Norwegische Filme und Serien wirken weniger aufpoliert als ihre amerikanischen Geschwister. Das heißt in erster Linie, dass Menschen echter wirken und auch so aussehen. Sie haben keine perfekten Maße und keine makellosen Gesichtszüge.

Authentische Darsteller mit hohen Schauspiel-Qualitäten

Sie sehen nicht selten aus wie der Mann oder die Frau von nebenan – und sie verhalten sich auch so. Im Normalfall, wenn es sich nicht gerade um den Schurken des Films oder der Serie handelt, wirken die meisten Handlungen nachvollziehbar und menschlich. Und in den wenigsten Fällen wachsen die Hauptdarsteller über ihre realistischen Grenzen hinaus.

Das müssen sie aber auch nicht, da norwegische Filme- und Serienmacher bevorzugt auf das Ambiente achten und übertrieben Effekte außen vorlassen. Explosionen und Co. gibt es zwar auch, aber scheinbar nur dann, wenn diese wirklich in die Handlung passen. Und dann gibt es meist eher Schwerverletzte und Tote als einen strahlenden Helden, der alles mysteriös und nahezu unbeschadet übersteht.

Bis hier hin könnte man meinen, norwegische Filme und Serien haben viel mit deutschen Produktionen gemeinsam. Das ist jedoch nur augenscheinlich so:

Denn im Gegensatz zu deutschen Produktionen wirken norwegische Filme meistens düsterer, bedrückender und „schmuddeliger“. Letzteres liegt vor allem an der zurückhaltenden Farb- und Lichtwahl, für die sich norwegische Produzenten oft entscheiden.

Sehenswerte Produktionen aus Norwegen

Allerdings lassen sich norwegische Produktionen und die Dinge, die sie einzigartig machen, am besten nachvollziehen, wenn man sie gesehen hat. Und dazu gibt es jede Menge Möglichkeiten. Denn Norwegen produziert keinesfalls nur Thriller und Horrorfilme – wie so mancher Filmfan oft glaubt.

Auch Komödien und Dramen sind zu Hauf in Norwegen zu finden. Ein bekanntes Gesellschaftsdrama ist beispielsweise „Anderland“ von Jens Lien, das 2006 in Cannes den ACID-Award gewann. Doch auch Filme wie das skurrile Roadmovie „Nord“ von Rune Denstad Langlo oder sein neues melancholisch-amüsantes Werk „Chasing the Wind“ sind einen Filmabend wert.

Wer jedoch Spannung und Nervenkitzel bevorzugt, sollte sich an Filmen wie „Babycall“ (Thriller von Pål Sletaune) oder „Headhunter“ (Thriller von Morten Tyldum) versuchen.

Ich empfehle auch diese ausführlichere Übersichtsseite für norwegische Filme.

Serienfans kommen hingegen voll und ganz bei „Lilyhammer“ auf ihre Kosten. Hier trifft der US-Serienhit „Die Sopranos“ auf die norwegische Alltagswelt. Denn nachdem Silvio Dante (gespielt von Steven Van Zandt), die rechte Hand von Mafiaboss Tony Soprano, diesen verpfeift, muss er ausgerechnet im norwegischen Lillehammer untertauchen.

Bei der TNT-Serie handelt es sich allerdings um eine norwegische/US-amnerikanische Produktion. Wer es rein norwegisch bevorzugt, der sollte Serien wie „Codename Hunter“ (Drama) oder „Hellfjord“ (Komödie) ins Auge fassen.