Zwei französische Kinofilme zum Preis von einem anschauen

Gepostet Von am Jul 23, 2016 in Filme, Medien


Zwei französische Kinofilme zum Preis von einem anschauen

Wer kennt das nicht. Es soll ein toller Abend werden und ich verabrede mich mit Freunden zu einem gemütlichen Essen mit anschließendem Kinobesuch. Wir landen bei unserem Lieblingsitaliener, wo wir die so unglaublich gute Pasta mit Meeresfrüchten und eine große Pizza Vierjahreszeiten bestellen.

Wie immer ist der Abend gesellig und der Wein schmeckt zum leckeren Essen besonders gut. Zum Nachtisch gibt es dann noch eins von diesen Tiramisu, in die man sich einfach nur reinlegen könnte. Als wir dann während dem Schlemmen auf die Uhr schauen merken wir, dass wir bereits viel zu spät spät dran sind.

Mist, in nur 15 Minuten beginnt die Vorstellung und unser Lieblingskino York Am Friedrichshain ist nur noch ein paar Straßen weiter. Hektisch bezahlen wir zusammen die Rechnung im Restaurant. Wir wollen den Anfang des Films nicht verpassen. Besonders ich habe mich schon lange auf den Film „Frühstück bei Monsieur Henry“ gefreut. Ich stehe total auf französische Komödien.

Hier der Trailer zum Film:

Als wir dann aus dem Restaurant stürmen und den Weg zum Kino antreten, fällt mir ein, dass man im York Kino keine festen Plätze vergibt, sondern sich jeder dahin setzten kann, wo er gerne möchte. Ich glaube sogar, dass die Reihen und Sessel nicht einmal ausgeschildert und nummeriert sind.

Als wir am Kino ankommen, kaufen wir unsere Karten bei der freundlichen Verkäuferin im Foyer. Sie sagt uns, dass noch einige wenige Plätze frei sind und es sein kann, dass wir nicht alle zusammen in einer Reihe sitzen können. Völlig darauf fokussiert den Anfang des Films nicht zu verpassen, stolpern wir vom italienischen Wein getragen den Gang entlang und verschwinden im dunklen Kinosaal.

Super! Nachdem sich unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, entdecken wir doch noch zwei komplett freie Reihen.

Es läuft noch Werbung, während wir mit unseren gut gefüllten Bäuchen zufrieden in unsere Sessel sinken. Ich fand Werbung im Kino früher immer toll, da dort Spots gezeigt wurden, die man so im normalen TV nicht zu sehen bekam. Irgendwie hat sich das verändert und die Werbung im Kino ist genauso 0815 wie die im Fernsehen auch. Der Grund dafür ist möglicherweise, der Rückgang bei der Zahl der Kinobesucher, so dass große Unternehmen nicht mehr so große Budget in wirklich kreative Kinowerbung investieren.

Der Film beginnt!

Nach 20 Minuten ist irgendetwas komisch. Da keiner von uns vorab den Trailer gesehen hatte, wussten wir nicht genau was uns erwartet. Der Szenen die sich vor uns abspielen spielten auf jeden Fall in Frankreich und es waren auch französische Schauspieler.

Als dann eine halbe Stunde vergangen war, kam noch nicht einmal der Name „Monsieur Henry“ vor. Auch gab es noch nicht einen ordentlichen Lacher. Irgendwie passte das nicht. Das unwohle Gefühl wurde so stark, dass ich mich dazu entschied auf die Toilette zu gehen, um nebenbei nachzuschauen ob meine Vermutung richtig war.

Tatsächlich!! Wir waren im falschen Film.

Über eine halbe Stunde haben wir uns die französische Liebesschnulze „Birnenkuchen mit Lavendel“ angesehen. Und alles nur weil wir so gehetzt am Kino ankamen. Aber vielleicht auch weil die Kinosäle in diesem Kino nicht besonders gut ausgeschildert sind. Es wäre schön gewesen, wenn es vor den Kinosälen informative Aufsteller oder auffällige Hinweisschilder für wichtige Informationen zum aktuellen Film gegeben hätte. Vielleicht hätten wir dann nicht fast den kompletten Film verpasst, den wir eigentlich sehen wollten.

Als ich meine Freunde dann in der Vorstellung auf die Situation aufmerksam machte, entschieden wir uns dennoch den Kinosaal zu wechseln und „Frühstück bei Monsieur Henry“ zu Ende anzusehen. Auch wenn wir nicht den gesamten Film gesehen haben, hat es sich auf jeden Fall gelohnt und auch nach dem Film konnten wir über uns selbst lachen.

Ich werden mir dann auf jeden Fall nochmal den Film über mein Amazon Prime Konto ansehen.