Musik im Internet

Die Geschichte von Musik und Computern reicht überraschender Weise bis in die 1950er Jahre zurück. Die RCA (Radio Corporation of America stellten in dieser Zeit den ersten Synthesizer vor, der ursprünglich für die Erforschung von Musik natürlicher Instrumente gedacht war. Um das Jahr 1980 wurde das MIDI Format erfunden bzw. kreiert, welches in den 80ern dann die gängigste Form für elektronische Computer Musik war. Das Zusammenspiel von Computern und Musik erfuhr in den 90er Jahren einen regelrechten Boom und die Entwicklung ging schneller und schneller voran.

1991 kam die Sony MD (Mini Disc) heraus. Sie hat die Größe einer halben 3,5 Zoll Diskette. Der Nachteil der MD war, dass sie nur in Abspielgeräten von Sony funktionierte und sich so nicht auf dem Markt etablieren konnte. Um den gleichen Zeitraum kamen auch die MP3 Dateien auf den Markt, entwickelt vom deutschen Frauenhofer Institut, ermöglichen sie große Musikmengen in einer komprimierten Dateigröße aus dem Internet herunterzuladen.

1995 wurde der Real Audio Player bei Progressive Networks veröffentlicht. Er war der erste grafische Player, der den Nutzern gleichzeitig ermöglichte Musikdateien aus dem Internet herunterzuladen.

1998 war der erste tragbare MP3-Player, der RIO PMP 3000 hergestellt von Diamond Multimedia, auf dem Markt. MP3 ist nun der absolute Standard für Musik im Internet. Gleichzeitig sind sie aber auch der Grund für viele schlaflose Nächte leitender Angestellter großer Musikfirmen, wie zum Beispiel Warner und natürlich auch der Auslöser für illegale Musik Downloads im Internet gewesen.

MP3 steht für „Moving Picture Experts Group, Audio Layer III“. Es ist ein komprimiertes Format, das Musikdateien in einer kleinen Dateigröße bei einer guten Soundqualität bereitstellen kann. MP3s können verschieden stark komprimiert werden, je kleiner die Dateigröße, desto schlechter in der Regel die Qualität. Eine Standard Komprimierung entspricht etwa 10:1 bezogen auf Wave Dateien. Dieses Verhältnis würde eine 4 MB große Datei mit einer vierminütigen Spieldauer schaffen.

Im Internet, wie es heute vorhanden ist, brauchen MP3 Dateien einfach bedienbare und funktionelle Abspielsoftware. 1997 haben zwei Studenten einen bereits existierenden, jedoch sehr benutzerunfreundlichen MP3 Player umprogrammiert und an die Windows Oberfläche angepasst. Winamp war geboren. Dieser Player ist heutzutage, auf Millionen von Computern weltweit zu finden. Er wird als Freeware angeboten und wurde von seinen Nutzer sehr schnell als Standard Player akzeptiert. Dadurch, dass es nun so ein leichtes war, MP3s auf dem PC abzuspielen, verbreitete sich das Hobby untereinander Musik zu tauschen immer schneller. Mittlerweile machen es Suchmaschinen immer einfacher Mp3s zum Download im Internet zu finden, so dass man sie auf seinen iPod oder anderen MP3-Player laden kann und seine Musik immer und überall hören kann.

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