Wie bewerbe ich mich bei einer Plattenfirma?

Wer ein Demo-Tape seiner selbst produzierten Musik in der Schublade hat, sollte wissen, wie man dies am besten an den Mann oder besser an die Plattenfirma bringt. Dies kann eine der größten Hürden sein, um im Musikgeschäft Fuß zu fassen und die Welt auf sein Talent aufmerksam zu machen. Da ist es selbstverständlich erforderlich, dass man voll und ganz hinter der eigenen Musik steht, um das damit verbundene Selbstvertrauen bei der Vorstellung der Aufnahmen zu nutzen. So es also keinesfalls unmöglich bei einem Plattenlabel Gehör zu finden, aber dennoch kann man sich mit etwas Wissen und ein paar Grundregeln einen erheblichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz schaffen.

Die erste Sache, die jeder wissen sollte ist, dass es gerade zu unklug ist, sich die Adresse einer Plattenfirma auf der Webseite des Labels herauszusuchen, um dann ohne Vorankündigung ein Demo-Tape zu senden. Die meisten Plattenfirmen sortieren sogenannte Blind-Demos direkt aus und befördern sie ungesehen in den befördern. Was soll es also bringen gegen den Strom zu schwimmen und sich von vorn herein mit einer Blindbewerbung ins Aus zu befördern. So ist es also sinnvoll den Kontakt über einen Agenten oder direkt über einen Produzenten aufzunehmen. Der Schlüssel dazu ist das Networking. Oft weiß man gar nicht, dass man Leute kennt, die wiederum Kontakte haben, die einem weiterhelfen könnte, die gesetzten Ziele in der Musikbranche zu erreichen. So sollten die Antennen zum Aufspüren wertvoller Kontakte stets aktiv sein, nur für den Fall das potenzielle Branchen-Insider den eigenen Weg kreuzen.

Für den Fall, dass auch nicht nur annährend eine Verbindung ins Musikgeschäft besteht, kann die erste Suche nach wertvollen Kontakten über eine gut sortierte Datenbanken oder ein Verzeichnisse im Internet erfolgen. Dies sind absolut wertvolle Quellen, die es ermöglichen, Labels und potenzielle Künstler mit einander in Verbindung zu bringen. Einige dieser Dienste erlauben es sogar, direkt über ein Kontaktformular mit Plattenfirmen in Kontakt zu treten, die ungefiltertes Werke akzeptieren, um ihnen direkt Material über die Webseite hochzuladen. Bei den meisten Verzeichnissen muss ein Profil angelegt werden, so dass die Uploads einer bestimmten Person zugeordnet werden können.

Sobald ein Label gefunden wurde, das nicht vorgehörte Musik akzeptiert, solltest du die Chance nutzen und den oder die nach den Bestimmungen des Labels zusammengestellten Titel in bestmöglicher Qualität für die Plattenfirma bereitstellen. Sofern die Ansprüche an den Bewerber die Erstellung eines ausführlichen Anschreiben beinhalten, sollte dies in jedem Fall erstellt werden, da die Bewerbung ansonsten keinerlei Beachtung finden wird. Hilfreich ist es auch, den Namen des Vertreters zu kennen, der für die Annahme von Demomaterial verantwortlich ist. Diese Information sollte entweder auf der Webseite der Plattenfirma stehen oder per Telefon zu erfragen sein. Ist dieser in Erfahrung gebracht, kann das Anschreiben mit einer persönlichen Anrede versehen werden, um so die Sendung etwas persönlicher werden zu lassen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte auch ein Bandfoto und eine chronologische Biografie hinzugefügt werden, um dem Empfänger ein genaues Bild darüber zu geben, was die Band oder den Sänger ausmacht und was er schon in seiner unprofessionellen Karriere erreicht hat.

Werden die richtigen Informationen in einer eindrucksvollen Verpackung präsentiert, kann zumindest auf eine Reaktion gehofft werden, sofern das Label nicht all zu groß ist. Jeder sollte die Treppe mit der ersten Stufe beginnen und bei kleineren Labels beginnen, um so etwas Feedback zu erhalten. Kleinere Rückschläge und Abweisungen dürfen keine Resignation auslösen. Die beste Motivation ist, sich vor Augen zu führen, dass es für jede Art von Musik eine Nische gibt, so lange der Künstler voll und ganz hinter seinen Werken steht.